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Der Umweltpfad - Infopunkt 3

Sind Sie über unseren Pfad rund um den Flughafen auf diese Seite aufmerksam geworden? Haben Sie auf der Website des Flughafens gestöbert? Egal, wie Sie hier gelandet sind - wir wünschen Ihnen viel Freude beim Erkunden der Umgebung, der Natur, der Tierwelt. Hier gibt es Einiges zu entdecken.

Heide - Norddeutsche Augenweide

Punkt 5.1

Die Flughafenflächen befinden sich zum Teil im Naturschutzgebiet Grönauer Heide. Diese Flächen bedingen Pflege und Schutz.

Heide war ursprünglich die Bezeichnung für  unfruchtbare Landschaft. Pflegt man die Flächen nicht, entstehen zunächst Büsche und langfristig Wald. Durch den Eingriff des Menschen sind über einen langen Zeitraum weite Heidelandschaften entstanden, die nun vorwiegend durch Heidschnucken "gepflegt" oder durch Menschen gemäht, also kurzgehalten werden. Heide benötigt sandige Böden, die es am Flughafen großflächig gibt. Aufkommende Sträucher werden von Hand zurückgeschnitten. Da Heide ohne Pflege kniehoch wächst, wird jährlich ein Anteil zurückgeschnitten, um neu austreiben zu können.

Im September eines jeden Jahres kann die Heideblüte in ganzer Pracht auf dem Areal des Flughafens bestaunt werden. Die Heideblüte bietet den Insekten der Umgebung die letzte Nektarquelle des Jahres, bevor sie sich in die Winterruhe zurückziehen.

Feldlerche - einheimisch und schützenswert

Punkt 5.2.

Die offene, nicht zu dicht bewachsene Graslandschaft und die Ungestörtheit am Boden bieten den rund 40 Brutpaaren optimale Bedingungen. Die standorttreuen Vögel brüten oft zweimal pro Jahr im offenen Gelände mit weitgehend freiem Horizont auf trockenen bis wechselfeuchten Böden. Sie favorisiert niedrige sowie vielfältig strukturierte Vegetation mit offenen Stellen.

Außerhalb der Brutzeit findet man die Lerche auf abgeernteten Feldern, geschnittenen Grünflächen, Ödland und im Winter auch im Randbereich von Siedlungen.
Als Charaktervogel der Felder und häufigster Bodenbrüter ist die Feldlerche bedroht. Vor allem die intensivierte Landwirtschaft führte seit den 70er Jahren trotz weiter Verbreitung zu einem dramatischen Bestandsrückgang 50 bis 90 Prozent. Weitere Gefährdungsursachen sind Versiegelung der Landschaft, gesteigerter Einsatz von Umweltchemikalien und direkte Bejagung wie etwa in Südwestfrankreich. Die ehemals extrem häufige Feldlerche steht inzwischen auf der Vorwarnliste der Roten Liste Deutschlands.

Die Feldlerche wurde bereits zweimal, in den Jahren 1998 und 2019, zum Vogel des Jahres gekürt. Das macht uns besonders stolz, da
der Lübecker Flughafen eines der größten Brutgebiete für Feldlerchen in Norddeutschland ist.

 

Der Fuchs - Wertvoller Helfer

Punkt 5.3

Füchse halten sich bevorzugt nachts am Lübecker Flughafen auf. Seit mehreren Jahren lebt ein Fuchspärchen auf dem 120 ha umfassenden Gelände im Stadtteil Blankensee. Fast jährlich gibt es Nachwuchs. Die Jungtiere suchen sich schon bald eigene Reviere, die ihre Ernährung sichern.

Die „Flughafenfüchse“ jagen Kleinsäuger, z.B. Mäuse. Leben auf dem Flughafenareal weniger Mäuse, gibt es hier weniger Greifvögel, die ihre Nahrung in der Luft stehend ausspähen, um auf die Beute herabzustoßen. Neben der vom Flughafen eingerichteten Ablenkfläche (s. 2.1) ist der Fuchs ein wertvoller Helfer.

Der Feldhase - Familienzuwachs mehrmals im Jahr

Punkt 5.4.

Am Lübecker Flughafen findet auch der Feldhase einen ausgezeichneten Lebensraum. Geschützt vor großen Eingriffen in die Landschaft sowie Menschen und jagende Hunde, findet das bis zu 53 cm große Tier abwechslungsreiche Nahrung. In den Sommermonaten leben hier ca. 20 Feldhasen, welche bis zu drei mal pro Jahr Nachwuchs bekommen. Der Feldhase (Lepus europaeus)  ist nicht nur ein Meister der Tarnung, sondern auch ein exzellenter Sprinter mit einer ausgefeilten Fluchttechnik.

 

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